Geschichte der Bergrettung Oberes Drautal

1946 wurde der Österreichische Bergrettungsdienst als selbstständiger Verein gegründet.

1951 entstand in Steinfeld eine Außenstelle der Bergrettungsortsstelle Spittal/Drau.

1961 wurde die Außenstelle eine selbstständige Ortsstelle (Ortsstelle Steinfeld).

Die "Gerätekammer" war im Keller des Rüsthauses der FF Steinfeld untergebracht. Im Jahre 1990 konnte im Parterre des revitalisierten "Jordanhof" ein neuer Geräteraum sowie -erstmalig- ein Gemeinschaftsraum für Versammlungen, Schulungen und Kameradschaftspflege adaptiert werden.

Im Jahr 1999 wurden dann im ersten Stock des Jordanhofes die jetzige Einsatzzentrale, der Schulungs- und Gemeinschaftsraum sowie der Geräteraum neu geschaffen.

Im gleichen Jahr wurde der Tatsache, dass die Ortsstelle Steinfeld einsatzmäßig das gesamte Obere Drautal abdeckt Rechnung getragen und der Name in "Österreichischer Bergrettungsdienst, Ortsstelle Oberes Drautal" umbenannt.

Der Pflichtbereich der Ortsstelle erstreckt sich somit auf die Gemeindegebiete Kleblach-Lind, Steinfeld, Greifenburg, Weissensee, Berg, Dellach, Irschen und Oberdrauburg.

Der erste Obmann der Außenstelle Steinfeld war Josef Eder, der dieses Amt 10 Jahre lang innehatte. Ihm folgte Josef Ortner von 1961 bis 1972, Ernst Pompenig von 1972 bis 1976, Siegfried Ritscher von 1976 bis 1999, Josef Brandner von 1999 bis 3/2016, danach Heiz Taurer bis dato.

Die Alpin-Ausrüstung der Ortsstelle war den Anforderungen entsprechend vorhanden. Für das Erreichen der Einsatzgebiete musste die Mannschaft jedoch immer auf Privatfahrzeuge zurückgreifen. Dieser unbefriedigende Zustand wurde beendet, als unter finanzieller Mitwirkung aller Gemeinden im Pflichtbereich das erste Einsatzfahrzeug im Jahr 1999 angekauft werden konnte. Die Garage wurde uns von der Marktgemeinde Steinfeld auf deren Bauhof zur Verfügung gestellt. Die Garage dient auch als Depot für das "schwere Gerät", wie Notstromaggregat, Akja, KFZ-Anhänger, usw.

Wegen der ständig gewachsenen Mitgliederanzahl wurde 2011 ein weiteres Einsatzfahrzeug angekauft. Dieser Allrad-Mannschaftstransporter ist im Gemeindeamt Berg stationiert, sodass u.a. die Anfahrts- und Einsatzzeiten speziell für die häufigen Flugsportunfälle wesentlich gestrafft werden konnten.

Mit der Handy-Ausstattung der gesamten Einsatzmannschaft und der damit möglichen SMS-Alarmierung über die LAWZ Klagenfurt konnte die Ausrückzeit wesentlich optimiert werden. Den Anforderungen aus Sucheinsätzen und steigenden Flugsportaktivität wurde mit der Beschaffung von GPS-Geräten und Aufstockung der Funkgerätestückzahl entsprochen. Die für eine koordinierte Suche unentbehrlichen Einsatzkarten können über einen Farbdrucker in der Einsatzzentrale individuell und unverzüglich erstellt werden.

Für die Baum-Bergung von Flugsportlern mussten mit dem Einsatz regulären Forst-Equipments neue Wege beschritten werden.

Auf den aufkommenden Canyoning-Sport wurde ebenfalls reagiert. Fünf Mitglieder der Ortsstelle absolvierten die Ausbildung zum Schluchtenretter, vier davon zum Schluchtenführer. Die Anschaffung der erforderlichen Spezialausrüstung ergab sich dabei als logische Voraussetzung.

Mit dem Ziel: "Das beste Gerät der bestens ausgebildeten Mannschaft" wurden für die laufenden Schulungen, Übungs- und Einsatznachbesprechungen der Mannschaft im Schulungsraum ein PC und ein Video-Beamer zur Verfügung gestellt.

2005 wurde mit den umfangreichen Vorarbeiten für die Implementierung eines Qualitätsmanagementsystemes nach ISO 9001 begonnen. Im Jänner 2006 erfolgte das Zertifizierungs-Audit durch "Quality-Austria", welches auch mit Bravur bestanden wurde.

Die Bergrettung Oberes Drautal wurde damit zur ersten Bergrettungsortsstelle Österreichs mit einem nach ISO 9001 zertifizierten Qualitätsmanagement.

Dies sehen wir als Bestätigung für unsere bisherige Arbeit, aber selbstverständlich auch als Ansporn und Verpflichtung für alles Kommende!